Die Zeit der Republik - Antalya Destination
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Die Zeit der Republik

Die Türkische Republik erstand aus der Asche des Osmanischen Reiches, das im 1. Weltkrieg unterlegen war. Nach dem Befreiungskrieg des anatolischen Volkes unter Führung Atatürks, wurde im Oktober des Jahres 1923 die Republik ausgerufen, die bis heute erfolgreich auf dem Weg zu einer modernen Gesellschaft voranschreitet.

Wie jeder Winkel in Anatolien, ob nah ob fern, profitiert auch Antalya von zahlreichen Faktoren, die unverzichtbar für die Lebensqualität einer modernen Gesellschaft sind und die von der Republik gefördert werden, das reicht von Bildung und der Gesundheitsversorgung, über das Verkehrswegenetz zu Wasser, zu Land und in der Luft, bis hin zu einer modernen Stadtplanung.

Dank der Fortschritte auf allen Gebieten des Ingenieurwesens, in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Architektur, Straßenbau, beim Ausbau der Kommunikationsnetze, sowie in der Bildenden Kunst, ist die Türkei auf dem besten Wege, eine moderne Gesellschaft zu werden, wie sie Atatürk in seiner Vision angestrebt hatte.

Durch bessere Verfahren in der Landwirtschaft, verbessertes Saatgut und die Perfektionierung der Bewässerung im flussreichen Pamphylien, wurde seit der Republikgründung mit der gestiegenen Produktivität auch der Wohlstand vermehrt, und der Anteil Antalyas am Wirtschaftsaufkommen des Landes vergrößert.

Von den Stauseen an den großen Flüssen in der Provinz Antalya, die zum Zweck der Bewässerung errichtet wurden, leisten viele außerdem als Wasserkraftwerke einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung der Türkei.

Diesbezüglich zu den bedeutenden Investitionen der Türkei zählt der zur Stromerzeugung erbaute Oymapınar Staudam im Norden der Tourismusregion Side am Manavgat Irmağı, dem antiken Fluss Melas. Dieser Oymapınar-Stausee, der sich oberhalb der Staumauer über den tiefen Schluchten und Canyons des Taurusgebirges auf einer Fläche von tausenden Hektar gebildet hat, zieht wegen seiner schönen Landschaft, seinen Erholungsmöglichkeiten, und wegen des Angebots, dort Wassersport zu betreiben viele Reisegruppen an, die in der Nähe logieren.

Seit dem 19. Jahrhundert kamen zuerst einmal westliche Reisende, später auch begüterte Architekten, Maler und andere an den antiken Stätten Interessierte, welche begierig waren, die Orte aufzusuchen, von denen in der Bibel die Rede ist. Ihnen ist die Geburtsstunde und Entwicklung der Archäologie zu verdanken, die eines der populärsten Interessensgebiete des heutigen Tourismus darstellt.

Um zu erkennen, welche bedeutende Stellung Anatolien mit seinem archäologischen Reichtum in der Weltgeschichte einnimmt, genügt es, die Geschichtsbücher aufzuschlagen und ein wenig durch die Gegend zu fahren.

Die materiellen und geistigen Werte, die in vielen Jahrtausenden von den Menschen in Anatolien geschaffen wurden, sind in der Zeit der Republik zum nationalen Erbe erhoben worden, und all die Schätze der erloschenen Kulturen, die diesen Boden gestaltet haben, gelten allgemein als untrennbarer Teil der nationalen Identität.

Durch die archäologischen Funde vergangener Kulturen, die die Zeit unter sich begraben hat und die wieder ans Licht gebracht wurden, wird Anatolien zurecht als „Freilichtmuseum“ bezeichnet. Die Grabungen, die zu Anfang von westlichen Archäologen durchgeführt wurden, werden inzwischen in immer größerem Umfang von türkischen Archäologen unternommen, nachdem die Ausbildung zum Archäologen bzw. zur Archäologin verbessert wurde. Durch diese Anstrengungen ist Antalya zu einem der wichtigsten Zentren für die Archäologie- und Geschichtsforschung weltweit avanciert, ein Gebiet, das sich durch den Tourismus herausgebildet hat, bei dem heutzutage gezielt der Mensch im Mittelpunkt steht.

Die vor tausenden von Jahren von den einst hier lebenden Menschen geschaffenen und im Erdreich versunkenen religiösen oder zivilen Bauwerke, wie Tempel und Kirchen, Marktplätze, Bäder, Theater, Stadien, monumentale Brunnen und Stadttore, werden unmittelbar nach ihrer Freilegung konservatorisch bearbeitet. Danach werden sie dem Volk und insbesondere dem Tourismus präsentiert, sofern sie sich - zuvorderst im Hinblick auf ihre künstlerische Wirkung - dazu eignen.

Während des Befreiungskrieges erhielten die Beamten der Stadt Antalya, die unter fremder Besatzung stand, den Befehl, ein Museum aufzubauen, damit die antiken Werke der Region keinesfalls in die Hände der Besatzer fallen. Das legte den Grundstein für die Errichtung des Museums von Antalya, das heute zu den besten Museen der Welt zählt.

Bereits in den frühen Jahren der Republik bereiste Atatürk die Gegend, und bei der Besichtigung des Theaters von Aspendos wies er die zuständigen Beamten an, das Theaterareal frei zu räumen und, entsprechend den Gründungszielen des jungen Staates, für künstlerische Veranstaltungen zu nutzen. Das Ergebnis ist, dass im Theater von Aspendos inzwischen Veranstaltungen von Weltrang stattfinden; zum Beispiel wird hier alljährlich in den Sommermonaten das Opern- und Ballettfestival von Aspendos des Ministeriums für Kultur und Tourismus abgehalten.

Antalya, das jedes Jahr 10 Millionen Touristen empfängt, ist besonders leistungsstark - wegen seines Flughafens der 2011 als „Bester Flughafen Europas“ ausgezeichnet wurde, wegen seines modernen Hafens, der von immer größeren Schiffen angelaufen wird und wegen seiner ganzen Umgebung, die über ein gut ausgebautes Fernstraßennetz hervorragend erschlossen ist. Dadurch ist Antalya auch mit solch geschichtlichen und touristischen Zentren wie Isparta, Burdur und Afyon, die sich mit Antalya den gleichen Produktions- und Lebensraum teilen, und Pamukkale, das einer der meist bereisten Orte der Welt ist, sowie Kappadokien aufs beste angebunden.

Antalya, das sich von der Karain-Höhle aus auf seinen zivilisatorischen Weg machte, das die Antike erreichte, indem es seinen mit Hilfe seines Baumbestandes, des Ackerbaus, der Viehzucht, des Handels und der Seefahrt erworbenen Reichtum für die Urbanisierung und Baukunst einsetzte, hat es erfolgreich verstanden, die Ursprünglichkeit und Identität von Stadt und Provinz aus den späteren Jahrhunderten durch Weiterentwicklung auch in der Zeit der Republik zu bewahren.

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