Sonnenfrüchte - Antalya Destination
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Sonnenfrüchte: Orangen und Zitrusfrüchte

Die Orange, Symbol der Stadt Antalya, ist ein Obst, das erst in der jüngeren Vergangenheit Verbreitung fand. In Antalya und Umgebung, der Orangenvorratskammer der Türkei, begann der Orangenanbau in den 1930er Jahren. Das 1936 gegründete Zitrusfrüchte-Institut sorgte für die Verbreitung der Zirusfrucht- und insbesondere der Orangenproduktion.

Die Pomeranze, eine bittere Orange, Zierde der Straßen von Antalya, ist eine schon länger bekannte Frucht. Alle Zitrusfrüchte stammen aus China, aber ihre Verbreitung fand in der Mittelmeerregion zu verschiedenen Zeiten statt.

Die Pomeranzen wurden in Nordafrika und in der Umgebung des Mittelmeers seit dem 7. Jahrhundert gesichtet und waren zur Zeit des Osmanischen Reiches ebenso wie Zitronen und Zitronatzitronen seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Die in der Türkei auch Kebbat genannte Zitronatzitrone wurde im Topkapı-Palast zur Herstellung von Konfitüre verwendet, die Blüten der Pomeranzen zum Parfümieren von Wasser.

Dem byzantinischen Schriftsteller Leontios Machairas zufolge wurde die Zitrone in Ägypten nach Antalya Addaliya genannt. Evliya Çelebi berichtet, dass er von hier mit Fässern voller Zitronensaft zum Topkapı-Palast gereist sei.

Die Orange dagegen wurde im 16. Jahrhundert von portugiesischen Seefahrern über das Kap der Guten Hoffnung in die Mittelmeerregion gebracht, in den osmanischen Quellen taucht sie erst nach dem 18. Jahrhundert auf. In vielen Mittelmeerländern stammt der Name der Orange von der Bezeichnung „Portugiese“ (türkisch: portakal). Einst teuer und schwer zu bekommen ist das Obst dank des Zitrusfrüchte-Instituts in Antalya inzwischen reichlich vorhanden. Mit dem im Jahre 1963 ins Leben gerufenen Filmfestival der Goldenen Orange wurde sie zum Symbol der Stadt.

Reçel und Bestel: Konfitüre

In der Gegend von Burdur und Isparta sind neben der hervorragenden Rosenkonfitüre auch kulinarische Genüsse wie Marmelade aus weißen Kirschen und Sauerkirschen bemerkenswert. Manchmal wird statt dem türkischen Wort für Konfitüre „reçel“ auch die Bezeichnung „bestel“ verwendet. Auch gibt es spezielle regionale Süßigkeiten wie Kürbis-Pestil, d.h. papierdünne Fladen aus getrocknetem Melonenkürbis und Sirup, die in Kalziumchlorid knusprig gemacht werden. Die im Taurus anstatt mit Zucker mit Sirup gekochten Konfitüren bieten eine ganz spezielle Geschmacksvielfalt.Die größte Spezialität sind die berühmten Konfitüren aus Antalya, in denen die Früchte förmlich wie Edelsteine bewahrt werden. Die Bewirtung mit Konfitüre ist in Antalya ein Ritual für sich. Neben den aus Zitrusfrüchten hergestellten Pomeranzen-, Pampelmusen-, Bergamotten-, Zitronatzitronen- und Orangenschalenkonfitüren, werden auch Marmeladen aus Zitronen- und Orangenblüten hergestellt. All diese süßen Edelsteine sehen wunderbar aus und duften phantastisch. Darüber hinaus gibt es auch außergewöhnliche Konfitüren aus Auberginen, Wassermelonen, Moschuskürbis und Datteln und auch die Konfitüren aus noch unreifen Walnüssen und Feigen schmecken verblüffend gut. Die Konfitüre wird auf speziellen Silberservices angeboten und gehört zu den feinsten Bewirtungen der Gastfreundschaft von Antalya.

Pomeranzen-Konfitüre

Den Herbst und Winter hindurch beleben knallorange, wie Laternen leuchtende Pomeranzen die Straßen der Stadt Antalya. Die aus Pomeranzenschale hergestellte Konfitüre ist mit ihrem wie Edelsteine glänzenden Aussehen und ihrem Geschmack eine ideale Bewirtung für Gäste. Die Konfitüre kann zum türkischen Kaffee mit einem Silberlöffel oder einem kleinen Holzspieß als Süßigkeit serviert werden.

Zutaten

8-10 Pomeranzen (bittere Orangen)

1 kg Zucker

2 Tassen Wasser

etwas Zitronensaft

Zubereitung

-Pomeranzen waschen, abtrocknen und mit der feinen Seite der Küchenreibe nur den orangefarbigen Teil abreiben. Die geriebene Pomeranzenschale für die Verfeinerung von Kuchen, Gebäck und Süßspeisen oder Sorbets aufbewahren.

-Von der Spitze der Pomeranzen eine Scheibe der Schale abschneiden. Mit einem scharfen Messer die Schale von oben bis unten an 8 Stellen einritzen und schälen.

-Jedes Schalenstück einzeln wie eine Zigarette aufrollen und auf einem Baumwollfaden auffädeln. Die Pomeranzenschalenkette in eine mit Wasser gefüllte große Schüssel oder Waschschüssel geben. Einen Teller und Gewichte darauf legen, damit die Schalen mit Wasser bedeckt bleiben.

-Drei Tage lang jeden Tag das Wasser wechseln, damit der bittere Geschmack austritt. Wenn ein bitterer Geschmack gewünscht ist, können die Pomeranzenschalen auch schon früher aus dem Wasser genommen werden, oder die Schalen werden nur einmal aufgekocht, abgegossen und dann nur einen Tag in kaltem Wasser stehen gelassen.

-Wenn die Pomeranzen ihre Bitterkeit abgegeben haben, abgießen, vom Baumwollfaden nehmen, auf ein großes Blech oder in eine Schüssel legen und mit Zucker bedecken. Bedeckt über Nacht wässern lassen.

-Am nächsten Tag in einem Topf unter Zugabe von 2 Tassen Wasser etwa eine Stunde kochen. Ab und zu den sich an der Oberfläche bildenden Schaum abschöpfen. Wenn die Schalen richtig durchsichtig werden und das Wasser eindickt, den Saft einer halben Zitrone zufügen, die Hitze erhöhen und noch ein paar Minuten kochen.

 

-Vom Herd nehmen und noch heiß in sterilisierte saubere Glasbehälter füllen. Deckel verschließen und an einem trockenen, kühlen Ort lagern.

Erfrischende Delights

Die in den Sommermonaten von der Hitze ausgedörrten Küstenregionen haben sich seit alters her mit Erfrischungen aus den Bergen eine Atempause verschafft. Eis, das sich in den Schnee- und Eisgruben der Berge angesammelt hatte, wurde hinunter zu den Küstensiedlungen gebracht und es wurde versucht, die Erfrischungen aus den Bergen über die antiken Wasserleitungen zu transportieren. Insbesondere in Antalya, wo die Sommer sehr heiß sind, sorgten vom hohen Beydağlar-Gebirge geholter Schnee, Eis und Wasser für Abkühlung in der Stadt und in den ländlichen Gebieten. An den Berghängen gibt es viele antike, mit Brunnen ausgestattete Siedlungen wie Sagalassos, die berühmt sind für ihr wohlschmeckendes Trinkwasser und ihre Wasserfallquellen.

Schnee und Eis wurden seit der Antike in den Sommermonaten aus den Bergen geholt und sowohl zur Kühlung von Getränken als auch zur Herstellung kalter Süßspeisen wie Speiseeis verwendet. Zur Zeit der Seldschuken und während des Osmanischen Reiches, als Früchte zu einem wichtigen Bestandteil der Küche wurden, wurden in Istanbul und Anatolien Fruchtsorbets mit Schnee vermischt und Süßspeisen mit Namen wie Karlama (Schneien), Karsambaç (Süßspeise aus frischem Schnee und Sirup), Kar Helvası (Schnee-Helva) und Kar Şerbeti (Schnee-Sorbet) zubereitet. Die durch das Mischen von Schnee und Honig oder Sirup hergestellten Süßspeisen waren die ersten Beispiele speiseeisartiger Desserts. An erster Stelle dieser in der Sommerhitze erfrischenden Leckereien ist das durch seinen leicht angebrannten Geschmack auffallende Yanık Dondurma (Angebranntes Speiseeis) und die mit gehacktem Eis zubereiteten SüßspeisenKarsambaç, Karlama und Şişirtme. In den Städten hat heute das Speiseeis den Platz dieser Süßspeisen eingenommen. Das mit Salep und meist aus der Milch der Malteserziege und zubereitete Yanık Dondurma von Antalya, Korkuteli und Elmalı ist sehr berühmt.

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