DIE HÖHLEN VERLASSEN - Antalya Destination
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Spuren menschlichen Lebens nach Aufgabe des Höhlenlebens

Die Menschen, die Korn anbauten, lernten auch wie man gefangene Tiere züchtet und gesammelte Pflanzen kultiviert. Das waren die ersten Schritte, sich von Jägern und Sammlern zu sesshaften Menschen zu entwickeln. Ein wichtiger Auslöser für das Aufgeben der Höhlen war ganz offensichtlich die steigende Bevölkerungszahl. Ein weiterer, möglicherweise genauso wichtiger Faktor aber war eben, dass der Mensch lernte, Saatgut zurückzubehalten, zu säen, bzw. Pflanzen anzubauen und Vieh in Gehegen zu halten und zu züchten.

Die Menschen, die - wie eingangs beschrieben - als Jäger und Sammler in den zahlreichen Höhlen bei Antalya lebten, gaben diese Höhlen auf und errichteten in der Nähe von Seen und Quellen einfache landwirtschaftliche Siedlungen. Da das Werkzeug zwar weiterentwickelt wurde, jedoch immer noch aus Stein bestand, erhielt diese Kulturstufe die Bezeichnung „Neolithikum“ oder auch „Jungsteinzeit“.

Bei Untersuchungen in der Umgebung von Antalya konnten an heute teils ausgetrockneten Wasserstellen zahlreiche Orte eindeutig als Niederlassungen aus ganz frühen Phasen des Ackerbaus identifiziert werden. Zu den Hauptsiedlungsgebieten der Jungsteinzeit gehören die Umgebung von Elmalı im Westen der Bucht von Antalya, die Gegend um Bademağacı und Döşemealtı/Kırkgöz-See, die Region Korkuteli und als weitere Beispiele eine frühere Wasserstelle vor der Ortschaft Çomaklı, im Nordwesten der Teke Ovası/Teke-Ebene mit dem daran anschließenden Gebiet, sowie, nur wenig davon entfernt, die Şerefönü genannte Gegend bei Ürkütlü.

Noch eine wichtige jungsteinzeitliche Siedlung, die auch während der Kupfersteinzeit und Bronzezeit bewohnt war, hat man bei Gökhüyük entdeckt, nur ein paar Kilometer südlich der Kırkgöz-Quellen. Ausgrabungen nördlich des Kırkgöz-Sees, am Bademağacı-Höyük bei der gleichnamigen Stadt Bademagacı zeigen, dass es auch in dieser Gegend wichtige neusteinzeitliche Siedlungen gab, die durch spätere Zeitalter hindurch weiter existierten. Ein Stück davon entfernt, im Landkreis Bucak/Provinz Burdur, findet man ebenfalls Orte, die von der Jungsteinzeit künden.

Grabungen am Karataş Höyük nordwestlich von Elmalı beim Dorf Bozhöyük, das inmitten der sogenannten Gölova liegt - der weiten Senke eines heute ausgetrockneten Sees - deuten darauf hin, dass diese Gegend ebenfalls in der Jungsteinzeit und später besiedelt war. Ein paar Kilometer nordöstlich davon befindet sich zwischen den Dörfern Çobanisa und Karaköy ein Hügel, an dem bis jetzt zwar keine Grabungen stattgefunden haben, bei dem man aber davon ausgeht, dass er während des gleichen Zeitraums bevölkert war. Die tiefer gelegene Elmalı Senke im Westen der Gölova weist die größten aufgeschütteten Erdhügel der Region auf. An zwei Seen, die hier vor kurzem trockengelegt wurden, hat man eine Vielzahl von Siedlungen aus der Zeit nach der Aufgabe des Höhlenlebens entdeckt. Die bedeutendste davon istHacımusalar Höyük an der Strecke Elmalı-Kaş, beim Abzweig zum Dorf Akçainiş. Die noch andauernden Grabungen an diesem Hügel brachten Überreste einer Kirche zutage, die beweisen, dass die Siedlung bis in byzantinische Zeit bewohnt war.

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