Sillyon-Perge - Antalya Destination
image06

Sillyon

Sillyon wurde auf einer Erhebung zwischen Aspendos und Perge erbaut. Es ist von steilen Berghängen umgeben und liegt sowohl weit entfernt vom Meer, als auch vom Eurymedon im Osten und dem Fluss Kestros (Aksu), der nah an dem im Westen gelegenen Perge vorüberfließt. Aus alten Texten geht hervor, dass sich Sillyon nicht so gut entwickeln konnte wie Perge und Aspendos, weil ihm die Nähe zum Meer fehlte.

Wir wissen, dass Sillyon, das unter persischer Besatzung stand, von Alexander nicht eingenommen wurde. In Sillyon gibt es neben einem Turmbau gegenüber der Rampe, die im Westen des Plateaus zur Stadt hinaufsteigt, einem Stadttor am Ende dieser Rampe, einer Zisterne, einem Theater, dessen Sitzreihen zur Hälfte abgebrochen sind, und einem Odeon, noch eine große Anzahl von Gebäuderesten, deren ehemalige Nutzung ungeklärt ist.

Für diejenigen, die durch eine ruhige, idyllische und unverfälschte antike Stadt schlendern wollen, ist Sillyon ein idealer und leicht erreichbarer Ort. Aber nicht nur wegen der antiken Sehenswürdigkeiten ist eine Reise nach Sillyon eine wunderbare Erfahrung, sondern auch wegen der Dörfer in seiner Umgebung, wo man gut auf Besucher eingestellt ist.

Perge
Perge ist die pamphylische Stadt, die Antalya am nächsten liegt. Sie ist einer der Hauptkultorte für die in der Antike sehr verehrte Artemis. Der Fluss Kestros (Aksu) sicherte den Zugang zum Meer. In der Bibel steht, dass die Apostel Paulus und Barnabas auf ihrer ersten Missionsreise von Paphos (Südzypern) aus in See stachen und in der Stadt Perge in Pamphylien an Land gingen. Aus dieser Aussage kann man schließen, welche Bedeutung das Meer für den Ort gehabt haben muss. So hieß auch das Stadttor in der südlichen Stadtmauer „Hafentor“, denn man konnte auf dem Kestros mit dem Schiff bis kurz vor die Stadt fahren.

Perge, das im 6. Jh. v. Chr. unter persische Herrschaft geraten war, ergab sich im 4. Jh. Alexander dem Großen. Anfang des 2. Jh. v. Chr. kam es unter die Herrschaft Roms und seines Bundesgenossen Pergamon. Der Reichtum der Stadt, spiegelte sich im 2. und 3. Jh. v. Chr. auch in der Architektur wider. Plancia Magna, die ein prominentes Mitglied der Familie des römischen Senators Marcus Plancius Varus war, einer Familie deren Name ab dem Anfang des 1. Jh. n. Chr. in Inschriften von privaten und öffentlichen Gebäuden immer wieder auftaucht, hatte den Titel der Hohepriesterin der Artemis und der Mutter der Götter - Kybele - inne, das höchste Amt der Stadt. Die Quellen berichten, dass die Familie Ende des ersten vorchristlichen Jahrhunderts ihre italische Heimat verlassen und in der Nähe der Stadt Perge große Ländereien erworben hatte. Einen großen Teil des erwirtschafteten Vermögens wendete die Familie, (insbesondere Plancia Magna) auf, um als großzügige Spenderin durch die Errichtung von Gebäuden, den Wohlstand der Stadt zu mehren.

Die Bauwerke dieser Stadt, deren Errichtung häufig mehr als ein halbes Jahrhundert beanspruchte, illustrieren sehr plastisch, wie außergewöhnlich dieses Perge war, das für Anatolien von höchster archäologischer Bedeutung ist. Von großem Interesse für Touristen sind hier das Theater, (eines der größten der Region), das Stadion, das einst in seinen Außengewölben Geschäfte beherbergte, die monumentalen Stadttore, die prächtige Agora, die Thermen, die Säulengalerien, die großen Brunnenanlagen, und die bedeutenden Grabmäler, die erst kürzlich am westlichen Fuß der Akropolis entdeckt wurden.

Die zahlreichen neuen Hotelanlagen im etwa zehn Kilometer südlich von Perge gelegenen Mündungsgebiet des Kestros (Aksu) und der moderne Lebensstil hier, machen den Aufenthalt für den Besucher zu einer Zeitreise zwischen den Jahrtausenden.

Veranstaltungs kalender
Booking.com