Die landwirtschaftliche Vielfältigkeit - Antalya Destination
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Fruchtbarkeit der Erde: Die landwirtschaftliche Vielfältigkeit

 

Die Gegend von Antalya, Burdur und Isparta verfügt über eine große Vielfalt an landwirtschaftlichen Produkten. Dank der während der gesamten Geschichte durch dieses Gebiet verlaufenden Handelsrouten auf dem See- und Landweg, kamen immer wieder neue Pflanzen in die Region und wurden immer wieder neue Lebensmittel hergestellt. Aufgrund der guten klimatischen Bedingungen und der Fruchtbarkeit des Landes ist die Landwirtschaft hochentwickelt. Während in den Küstenregionen Produkte angebaut werden, die das heiße Mittelmeerklima brauchen, herrscht in den Hochebenen und in der Gegend von Burdur und Isparta eine für Zentralanatolien typische Art der Landwirtschaft vor. Die Umgebung von Finike und Demre wurde in der Türkei zum Zentrum für den Gemüseanbau in Gewächshäusern. Die in den Treibhäusern gezüchteten Tomaten, Paprika und Auberginen decken den Bedarf der gesamten Türkei. In der Region entstanden interessante Spezialisierungen im Bereich des Gewächshausanbaus. Korkuteli ist führend im Anbau von Kulturpilzen und Burdur ist ein wichtiges Zentrum für den Anbau grüner Bohnen. Während die Gegend von Alanya durch tropische Produkte wie Avocado auffällt, sind auch anderswo unbekannte Gemüsesorten wie Taroknollen, der stachelige Kürbis und Muskraut als regionale Besonderheiten interessant. Abschließend sind Mohn und Rosen zu erwähnen, zwei Produkte, die Burdur und Isparta auszeichnen.

 

Wertvolles Öl, vorzüglicher Geschmack:

Sesam und Erdnüsse

Sesam

Einst war der Sesam aus Finike auf dem Athener Markt die meistgefragte Sesamsorte. Die Sesampflanze kam in der Antike aus Ägypten und ist ein Produkt, deren Anbau schwierig und aufwendig ist. Es erfordert viel Geduld, die klebrigen Sesamzweige zu pflücken und viel Erfahrung, die Erntezeit für den Sesam zu bestimmten. Wenn er zu reif ist, fällt der trocknende Sesam aus und das Produkt ist verdorben. Zur Erntezeit füllen sich die Sesamgärten mit zu Paketen gebundenen Sesambündeln. Wenn die Bündel getrocknet sind, werden sie umgedreht und der Sesam wird herausgeschüttelt. So ist der Sesamkringel Simit, die Krönung unter den Spezialitäten der Straße, Produkt einer aufwendigen Herstellung.

 

Die wichtigste Finesse, die der Sesam zur Küche Antalyas beitrug, ist jedoch der Tahin (eine ölige, dünnflüssige Sesampaste). Tahin wird für viele süße und salzige Gerichte verwendet. Der doppelt geröstete Tahin, der in der Region von Korkuteli und Elmalı produziert wird, ist mit seinem intensiven Geschmack eine ganz besondere Spezialität. Die Piyaz-Soße Antalyaner Art (Soße für weiße Bohnen) erhält ihren Geschmack vom Tahin, die Kürbissüßspeise wird mit Tahinbeträufelt und von dem beim Uhrenturm verkauften Tahin-Gebäck „bağaça“ kann man gar nicht genug bekommen.

 

Hibeş



Hibeş ist ein sehr beliebtes Meze und eine gute Begleitung für das Anis-Getränk Raki mit seinem nussigen, würzigen, herben und starken Geschmack. Das Gleichgewicht der Aromen kann je nach Geschmack ausgeglichen werden. Für eine dickere Konsistenz kann man eine Tasse gekochte und dann pürierte Kichererbsen hinzufügen. Es kann auch als Sauce über Mondbohnen, Kichererbsen oder frisches Gemüse verwendet werden

 

1 Tasse Tahin (ölige Sesampaste)

2 Zitronen

½ Tasse lauwarmes Wasser

3-4 Knoblauchzehen

1 TL Kreuzkümmel

1 TL scharfe Chiliflocken

1 TL Salz

ein Schuss Olivenöl

rote Chiliflocken und Petersilie zum garnieren

 

- Zitronensaft zufügen. Knoblauch mit Salz im Mörser zerdrücken.

 

- Die Tahin in eine Schüssel geben und mit Wasser verdünnen. Die restlichen Ingredienzen hinzufügen und mit einer Gabel leicht schlagen. Mehr Wasser oder extra Olivenöl hinzufügen,wenn die Mischung fülliger wird.

 

- Auf einen Teller geben und mit einem Schuss Olivenöl und mit einer Prise von roten Chiliflocken und Petersilie garnieren.

 

Der Sesamkringel Simit, die Krönung unter den Spezialitäten der Straße, Produkt einer aufwendigen Herstellung.

 

 

Erdnüsse



Die Reise der Erdnuss von Kontinent zu Kontinent ist eine der interessantesten Geschichten in der Weltgeschichte des Essens. Die in der Zivilisation der Inka in Brasilien und Peru bekannte Erdnuss kam über portugiesische Seefahrer in weltweiten Umlauf. Von Südamerika breitete sie sich über die Küsten West- und Ostafrikas und von dort bis in die Länder des Fernen Ostens bis zu den Philippinen aus, wurde in kürzester Zeit zu einem Grundnahrungsmittel und nimmt in der Küche vieler afrikanischer und asiatischer Länder eine wichtige Stellung ein. Interessanterweise gelangte die durch die Entdeckung Amerikas in der Welt verbreitete Erdnuss südamerikanischer Herkunft erst über die afrikanischen Sklaven nach Nordamerika.

 

Nach Antalya kam die Erdnuss über den Handel mit Afrika und lebte sich gut in der Region ein. Erdnüsse sind eigentlich wie Erbsen und Bohnen ein Gemüse der Hülsenfrüchte und haben eine interessante Art zu wachsen. Nachdem die Pflanze geblüht hat, hängt sie zum Boden herunter, klettert wie Efeu weiter, gräbt sich in die Erde und lässt ihre Früchte dann unterirdisch reifen. Daher wurde dieser Nuss in vielen Sprachen ein „Boden“ oder „Erde“ betreffender Name verliehen.

 

Den in Afrika und den Südstaaten von Amerika beobachteten Brauch, Erdnüsse zu kochen, kann man auch in der Region von Antalya in den Siedlungen afrikanisch-stämmiger Einwohner antreffen.

 

Şambali

Grießmehl Kuchen in Sirup

 

Şam tatlısı (Damaskus Kuchen) ist ein Grießmehl Kuchen, der in Sirup getränkt ist.

Der beliebte Kuchen wurde traditionell von Straßenhändlern verkauft aber wird heutzutage auch vielfach zu Hause zubereitet.

Für den Kuchen

-6 Tassen Grießmehl

-3 Tassen Milch

-3 Tassen Zucker

-1 TL Backpulver

-1 Tasse rohe Erdnüsse

 

Für den Sirup

-5 Tassen Zucker

-5 Tassen Wasser

 

Zubereitung

-In einer Schüssel Grießmehl, Milch, Zucker und Backpulver miteinander vermischen und 15 Minuten bei Seite legen.

 

-Für die Zubereitung des Sirups, Zucker und Wasser umrühren und zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

 

-Den Teig in einen 50-60 cm breiten Backblech auslegen. Die Erdnüsse über den Kuchen verstreuen. Den Ofen auf 180°C erhitzen und den Teig 40-50 Minuten backen lassen.

 

-Den Sirup über den heißen Kuchen gießen und gleichmäßig verteilen.

 

-Den Kuchen in ca. 4 cm breite und 10 cm lange rechteckige Stücke schneiden. Abkühlen lassen. Nachdem der Kuchen völlig mit Sirup durchtränkt ist den Kuchen kalt servieren.

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